1990 wurde das Haus Maria Frieden als eine Pflege-
und Hospizeinrichtung gerade für aidskranke Menschen
gegründet. Die Immunschwächekrankheit AIDS
breitet sich nach wie vor aus und stellt für viele
Menschen eine tödliche Bedrohung dar. Infizierte
und Angehörige stoßen auf Berührungsängste
und Ausgrenzung. Für Betroffene ist es nicht leicht
eine angemessene und fachkundige Betreuung zu finden,
wenn die ambulante Versorgung nicht mehr ausreicht oder
die Akutbehandlung in einem Krankenhaus abgeschlossen
ist.
Die Behandlungsmöglichkeiten sind im Laufe der
Jahre immer effektiver geworden. Trotzdem bleibt AIDS
eine unheilbare Krankheit. Langwierige Krankheitsverläufe
mit starken Schwankungen im Gesundheitszustand sind
die Folge. Und oft bleiben die Betroffenen wegen der
Folgeerkrankungen und Einschränkungen über
lange Zeit auf eine intensive stationäre Betreuung
angewiesen.
Im Haus Maria Frieden wurden deshalb 5 Pflegeheimplätze
(Einzelzimmer) geschaffen. Betroffene können zeitlich
unbegrenzt aufgenommen und betreut werden. Und auch
hier wollen wir eine Betreuung nach den Grundsätzen
der Hospizbewegung anbieten.
Medizinisch-pflegerische Versorgung:
Alle notwendigen Hilfeleistungen bei Terminalkranken
und dauerhaft pflegebedürftigen Menschen und eine
palliative Versorgung (z.B. moderne Schmerztherapie,
Infusionen, Sauerstoffverabreichung usw.) nach modernem
Standard sind möglich. Zum Team gehört eine
Ärztin mit Fachausbildungen zur Palliativmedizin
und zur Behandlung von Menschen mit HIV und AIDS. Bei
Bedarf sind Substitutionsbehandlungen bei Suchtkranken
möglich.
Betreuungsangebot:
Das Haus ist eine stationäre Einrichtung mit kompletter
hauswirtschaftlicher Versorgung, moderner und fachkundiger
pflegerischer Versorgung rund um die Uhr und kontinuierlicher
medizinischer Betreuung.
Krankengymnastische, ergotherapeutische und gesprächstherapeutische,
sowie spirituelle Begleitung ist möglich. Durch
unsere Malpädagogin besteht im Haus das Angebot
einer regelmäßigen Kunsttherapie.